{"title":"Einladung zum Lokalaugenschein. Eine Gegenrede.","metaTitle":"Einladung zum Lokalaugenschein. Eine Gegenrede. – Ursula*Riegler","date":"03-12-2023","tags":"urs.isst","aufmacherbild":[{"description":null,"caption":"","link":null,"classes":null,"width":3024,"height":2070,"url":"https://new.ursulariegler.at/media/pages/journal/einladung-zum-lokalaugenschein-eine-gegenrede/419245cca0-1701624719/collina-kuchltisch-quer-1600x1600.jpg","url_1400":"https://new.ursulariegler.at/media/pages/journal/einladung-zum-lokalaugenschein-eine-gegenrede/419245cca0-1701624719/collina-kuchltisch-quer-1400x1400.jpg","url_1200":"https://new.ursulariegler.at/media/pages/journal/einladung-zum-lokalaugenschein-eine-gegenrede/419245cca0-1701624719/collina-kuchltisch-quer-1200x1200.jpg","url_1000":"https://new.ursulariegler.at/media/pages/journal/einladung-zum-lokalaugenschein-eine-gegenrede/419245cca0-1701624719/collina-kuchltisch-quer-1000x1000.jpg","url_800":"https://new.ursulariegler.at/media/pages/journal/einladung-zum-lokalaugenschein-eine-gegenrede/419245cca0-1701624719/collina-kuchltisch-quer-800x800.jpg","url_600":"https://new.ursulariegler.at/media/pages/journal/einladung-zum-lokalaugenschein-eine-gegenrede/419245cca0-1701624719/collina-kuchltisch-quer-600x600.jpg","url_400":"https://new.ursulariegler.at/media/pages/journal/einladung-zum-lokalaugenschein-eine-gegenrede/419245cca0-1701624719/collina-kuchltisch-quer-400x400.jpg","url_200":"https://new.ursulariegler.at/media/pages/journal/einladung-zum-lokalaugenschein-eine-gegenrede/419245cca0-1701624719/collina-kuchltisch-quer-200x200.jpg","url_thumb":"https://new.ursulariegler.at/media/pages/journal/einladung-zum-lokalaugenschein-eine-gegenrede/419245cca0-1701624719/collina-kuchltisch-quer-200x150.jpg","alt":null}],"intro":"<p>Es mehren sich die Gelegenheiten der Gastrokritiken, die zu einer veritablen Vernichtung der besuchten Gaststätte mutieren. Oder noch schlimmer. Der Personen, die dahinterstehen. So auch im Auslöser für diesen Rant.</p>","description":"<p>Es mehren sich die Gelegenheiten der Gastrokritiken, die zu einer veritablen Vernichtung der besuchten Gaststätte mutieren. Oder noch schlimmer. Der Personen, die dahinterstehen. So auch im Auslöser für diesen Rant.</p>","text":"<p>Ein Auslöser, der mich so verärgert hat, dass ich zufleiß, in sachkundiger Begleitung von <a href=\"https://www.instagram.com/lisavoc/?hl=de\">Lisa Vockenhuber</a>, ins Collina am Berg aufgebrochen bin. Man muss mir Dinge nur auszureden versuchen, dann interessieren sie mich besonders. </p>\n<p>Das Lokal am Spittelberg hat in den vergangenen Jahren diverse Betreiber und auch Köche - meines Wissens nach immer Männer - erlebt. Manche länger, manche sehr kurz, wie zuletzt Max Stiegl. Nun hat es als <a href=\"https://www.collina.wien\">Collina am Berg</a> gerade wieder aufgesperrt. Betrieben von einem Mann, dessen familiäre Abstammung und die Tatsache, dass er Sohn von Jemandem ist, die Verfasserin  der \"Kritik\" offenbar so irritiert hat, dass sich die Kritik im Wesentlichen damit beschäftigt. Auf besonders degoutante und herablassende Art. Und weil man gerade in Schwung war, vernichtet man dann auch gleich den Rest: Die kleine Karte, die vermeintliche Qualität der gewählten Speisen. Und einfach alles. Zwischen den Zeilen und im Subtitel-Wortwitz aus der Hölle liest man, der Sohn möge bitte eigentlich besser gleich wieder zusperren. Nun gut. Wir wollten sehen und vor allem schmecken, was es denn mit der Qualität der Karte auf sich hat. Weil - wessen Sohn jemand ist, wieviele Follower auf Instagram viel oder wenig sind und weitere Tiefpunkte in besagtem Text sollen gerne andere beurteilen.</p>\n<p>Ursprünglich platziert im Wintergarten konnten wir auf Nachfrage trotz vollem Haus auf den Kuchltisch wechseln, den besten Platz in jedem Lokal. Wurden bestens serviciert und haben aus der gut, weil trotz Kompaktheit (Ich halte kleinere Karten für deutlich interessanter und auch aus Gründen der Speisen- bzw. Zutaten-Verwertung für viel klüger als die Zwanzig-Seiter) divers kuratierten Karte einen Querschnitt verkostet. Und wurden belohnt. Feines Smörrebröd, ein herrliches Wild-Dashi mit Grießknöderl, ein sagenhaftes Vitello vom Hirsch und danach ein im Mund zerfallender Waller wie auch eine köstliche Wiener Tajine mit Spitzkraut und Rübe.</p>\n<p>Ich lasse gelten, dass Geschmack etwas sehr individuelles ist. Daher sollte eine Lokalkritik auch differenzieren, beschreiben, und letzten Endes einladen, sich selbst zu überzeugen, was Gastronom:innen und Koch:innen bieten. Wenn jemand einen schlechten Job macht, ob Karte, Qualität, Service, was auch immer, dann kann und soll das Thema sein. Allen voran im direkten Feedback vor Ort. Aber natürlich auch in einer professionellen Kritik. Wenn selbige aber in einer herablassenden Grenzüberschreitung mündet, dann soll sie nur eines bewirken: Einen anhaltenden Loyalitäts-Sturm bei möglichst vielen Gästen. Und so geschieht das auch offenbar im Collina am Berg, wie die Nachfrage ergibt. Das Beste, was aus diesem verzichtbaren Ausritt resultieren kann.</p>","swiper":[]}