{"title":"Männer sind mitgemeint.","metaTitle":"Männer sind mitgemeint. – Ursula*Riegler","date":"21-10-2025","tags":"urs.diverses","aufmacherbild":[{"description":null,"caption":"","link":null,"classes":null,"width":1024,"height":1535,"url":"https://new.ursulariegler.at/media/pages/journal/manner-sind-mitgemeint/a74c9bc2c8-1761045958/250318-urs-essenziell-pr-lowres-5-1600x1600.jpg","url_1400":"https://new.ursulariegler.at/media/pages/journal/manner-sind-mitgemeint/a74c9bc2c8-1761045958/250318-urs-essenziell-pr-lowres-5-1400x1400.jpg","url_1200":"https://new.ursulariegler.at/media/pages/journal/manner-sind-mitgemeint/a74c9bc2c8-1761045958/250318-urs-essenziell-pr-lowres-5-1200x1200.jpg","url_1000":"https://new.ursulariegler.at/media/pages/journal/manner-sind-mitgemeint/a74c9bc2c8-1761045958/250318-urs-essenziell-pr-lowres-5-1000x1000.jpg","url_800":"https://new.ursulariegler.at/media/pages/journal/manner-sind-mitgemeint/a74c9bc2c8-1761045958/250318-urs-essenziell-pr-lowres-5-800x800.jpg","url_600":"https://new.ursulariegler.at/media/pages/journal/manner-sind-mitgemeint/a74c9bc2c8-1761045958/250318-urs-essenziell-pr-lowres-5-600x600.jpg","url_400":"https://new.ursulariegler.at/media/pages/journal/manner-sind-mitgemeint/a74c9bc2c8-1761045958/250318-urs-essenziell-pr-lowres-5-400x400.jpg","url_200":"https://new.ursulariegler.at/media/pages/journal/manner-sind-mitgemeint/a74c9bc2c8-1761045958/250318-urs-essenziell-pr-lowres-5-200x200.jpg","url_thumb":"https://new.ursulariegler.at/media/pages/journal/manner-sind-mitgemeint/a74c9bc2c8-1761045958/250318-urs-essenziell-pr-lowres-5-200x150.jpg","alt":null}],"intro":"<p>Es ist nicht so, dass dieses Thema neu wäre. Aber ich hatte gehofft, es würde irgendwann einmal alt sein. Ist es nicht. Noch nicht. Wieder treffe ich auf konkrete Fälle von Diskriminierung erfolgreicher Frauen. Und wieder sind es Männer, deren Solidarität und deren Handlung wir brauchen, um Muster aufzubrechen.</p>","description":"<p>Es ist nicht so, dass dieses Thema neu wäre. Aber ich hatte gehofft, es würde irgendwann einmal alt sein. Ist es nicht. Noch nicht. Wieder treffe ich auf konkrete Fälle von Diskriminierung erfolgreicher Frauen. Und wieder sind es Männer, deren Solidarität und deren Handlung wir brauchen, um Muster aufzubrechen.</p>","text":"<p>Wie? Männer? Warum? Müssen nicht wir Frauen für unsere Sichtbarkeit und für Gleichbehandlung (Sic!) eintreten? Müssen wir. Aber nichts daran hindert Männer, erfolgreiche Männer, Männer in Führungsfunktionen, ihre Position zu nützen, Frauen zu fordern, zu fördern und ihnen den Raum zu geben, den sie den gleich talentierten Männern natürlich geben würden. </p>\n<p>Vier Erlebnisse respektive Beispiele, die mich sehr in meiner eigenen Auffassung von Führung, in meiner Arbeit mit Führungskräften und in meinem Engagement darin, Frauen sichtbar zu machen, geprägt haben. </p>\n<ol>\n<li>\n<p>Meine eigene berufliche Entwicklung. Ich hatte in meinem ersten Job eine Chefin. Stark, erfahren, sehr klar, sehr erfolgreich. Sehr vieles von dem, was ich in der Abnabelung von privaten Mustern und im Reinwachsen in berufliches Agieren gelernt habe, habe ich von ihr gelernt. Geht nicht, gibts nicht (diese Überzeugung prägt im Übrigen alle meine Führungskräfte). Danach hatte ich ausschließlich männliche Führungskräfte. Sie könnten unterschiedlicher nicht sein, aber sie haben auch sehr vieles gemeinsam: Sie sind alle sehr starke Persönlichkeiten, sie sind alle Gestalter, sie sind alle schnelle Denker und sie sind alle erfolgreich. Sie haben alle in mir etwas gesehen, lange bevor ich selbst davon wusste oder daran geglaubt habe. Sie haben mich alle gefordert. Und gefördert. Und sie haben mich immer außerhalb meiner Komfortzone gehalten. Das war oft anstrengend. Aber sie haben mich damit \"gezwungen\", Selbstbewusstsein zu entwickeln, Stolz auf meine Fähigkeiten und die Lust darauf, Verantwortung zu übernehmen, zu entscheiden, zu gestalten. Etwas, das mich bis heute trägt und prägt.</p>\n</li>\n<li>\n<p>Leadership. Ich war Teil eines European Women Leadership Networks bei McDonald's. Ein Treffen in Barcelona oder Lissabon stand an. Der damals für unseren Markt zuständige globale Manager hatte seine Managing Directors (nicht nur, aber im Wesentlichen Männer) aller Länder zu einem Parallel-Treffen geladen und sie zu unserem Network-Treffen geschickt. Seine Aufforderung: Ihr seid diejenigen, die in ihrem Land darüber entscheiden, wie wir Frauen sichtbar machen und unterstützen können. Geht da hin und lernt. (Er war ein konservativer US-Amerikaner fortgeschrittenen Alters, ich hatte null Erwartungshaltung in Sachen Feminismus an ihn, umso mehr hat er mich beeindruckt. Das Beispiel zeigt: Niemand ist davor gefeit, smart zu sein.</p>\n</li>\n<li>\n<p>Männer aufs Podium. Diskussion in einem weiblichen Branchen-Netzwerk zu einem möglichen Veranstaltungsformat. Damals wären alle in Frage kommenden Führungskräfte dieser Branche (in Salzburg) Männer gewesen. Tenor: Wir können nicht als Frauennetzwerk Männer aufs Podium setzen. Meine Replik: Natürlich können wir: Wenn in den Führungspositionen aktuell nur Männer sitzen, müssen wir mit ihnen reden, wie sie ihre Position nützen können, Frauen entsprechend zu entwickeln. Ganz einfach.</p>\n</li>\n<li>\n<p>Die gläserne Decke entsteht dann, wenn wir Frauen nicht von Beginn an gleichermaßen sichtbar machen. Ich war im Senior Leadership Team von Coca-Cola HBC Österreich. Wir waren zehn Personen. Sieben davon Frauen. Ja. Sieben. Und ich hatte in dieser sehr großen Organisation unendlich viele weibliche Kolleg:innen in den Führungsebenen. National wie international. In \"erwartbaren\" Kompetenzbereichen (it's the irony), aber auch in den Überraschenden wie Supply Chain, Procurement, Produktion, und und und....Ich habe mich intensiv beschäftigt, warum das bei CCHBH gelingt bzw. damals gelang. Nun, es beginnt beim Recruiting der Berufseinsteiger:innen und endet mit den sehr ausgeprägten Talent Development Aktivitäten, die das Unternehmen setzt. Wenn man überall die besten Matches für offene Positionen rekrutiert, besetzt man automatisch gleich viel Frauen, oder vielleicht sogar mehr. Egal. In jedem Fall baue ich einen unglaublichen Talente Pool auf und entwickle damit Frauen vom Berufseinstieg über alle Hierarchien gleichermaßen wie Männer. Ein deutlich stabilerer Zugang, als in den C-Levels dieser Welt dann die wenigen weiblichen Führungskräfte, die es trotz massiver Widerstände bis dorthin geschafft haben, auf zu viele Positionen besetzen zu wollen. Denn auf einmal gibt es mindestens genauso viele weibliche C-Level-Kandidatinnen. Sapperlot.</p>\n</li>\n</ol>\n<p>Daher braucht es euch, liebe Männer. Get your shit done.</p>","swiper":[]}